Konzeption

Ein naturnahes Konzept bietet eine großes Potenzial für die positive Entwicklung von Kindern.
Hier bieten wir einen Einblick darüber, welche Bildungs- und Entwicklungsfelder angesprochen werden.

Bildungs- und Entwicklungsfeld Natur

Den Kindern werden manigfaltige Naturerfahrungen ermöglicht:

  • Das Erleben der Veränderungen der Natur im Jahreskreis
  • Beobachtungen und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen
  • Staunen über Phänomene und Verstehen von Zusammenhängen in der Natur

Kinder haben jeder Zeit die Möglichkeit mit bestimmten Materialien (Lupenbechern, Ferngläsern, Bestimmungsbüchern, etc.) die Natur zu untersuchen.

 

Bildungs- und Entwicklungsfeld Körper

Unser Körper spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung.
Der Wald bietet einen vielseitigen und großflächigen Bewegungsraum, welcher zur Bewegung anregt und vielfältige Erfahrungen mit unterschiedlichen Naturgegebenheiten (verschiedene Böden: Wiesen, Waldboden, Steine; verschiedene Materialien: Stöcke, Stämme, Wurzeln, Rinde, Wasser, Lehm, …) zulässt.
Besonders angespochen werden hier:

  • Die Schulung der Fein- und Grobmotorik
  • Körpererfahrungen mit allen Sinnen
  • Ausdauer und Gesundheit werden positiv beeinflusst

 

Bildungs- und Entwicklungsfeld Sinne

In der Natur werden Möglichkeiten zu ganzheitlichen Erfahrungen durch Schulung der Sinne (riechen, tasten, hören und sehen) gegeben:

  • verschiedene Gerüche wahrnehmen (frisch gemähte Wiese, Regen, Laub)
  • verschiedene Oberflächen tasten (Rinde, Moos, …)
  • verschiedene Tierstimmen hören (Vögel, Hund, …)
  • unterschiedliche Farben sehen (Winterlandschaft, Herbstwald, Sommerwiese, Frühlingshimmel,…)
  • Möglichkeit sinnliche Erlebnisse auszudrücken

 

Bildungs- und Entwicklungsfeld Denken

In unserer täglichen Arbeit thematisieren wir gemeinsam Beobachtungen und Vermutungen der Kinder.
Wir schaffen hierfür die Rahmenbedingungen:

  • Materialien werden angeboten (Bestimmungsbücher, Lupenbecher, …)
  • Naturwissenschaftliche Experimente (Läuft das Wasser wirklich immer bergab?)
  • Dokumentation von Prozessen im Portfolio
  • Buchstaben und Zahlen begegnen uns alltagsnah (Kinderzählen, Namen schreiben…)

 

Bildungs- und Entwicklungsfeld Sprache

Im täglichen Tun wird die verbale und nonverbale Ausdrucksfähigkeit spielerisch geschult.

Mit Musik und Sprachspielen (Auszählreime, Fingerspiele, ,…) erweitert sich die Sprachkompetenz auf kindgerechte und alltagsnahe Art.
Kinder mit einer anderen Muttersprache erwerben bei uns Deutsch als Zielsprache.
Durch das Angebot des „Frühen Englisch“ entstehen englischsprachige Ersterfahrungen.

 

Bildungs- und Entwicklungsfeld Kreativität und Phantasie

Der Prozess der kreativen Arbeit steht beim „Tun“  im Vordergrund und nicht das Ergebnis.
Wir begleiten den Prozess des Kreativen Gestaltens und geben Unterstützung in der Handhabung von Materialien und Geräten. Hier werden der darstellende, der gestalterische, der sprachliche sowie der musische Bereich angesprochen.
Die Phantasie wird aktiv zur Spielfindung genutzt (da nur sehr wenig vorgefertigten Spielmaterialien vorhanden sind).

 

Bildungs- und Entwicklungsfeld Gefühl und Mitgefühl

Die Kinder werden darin unterstützt, sich selbst, ihre Bedürfnisse und Ihre Gefühle wahrzunehmen. Der bewusste Umgang damit setzt den Grundstein der Empathie. Das Wahrnehmen und Deuten der Gefühle und Bedürfnisse anderer, stellt hier einen weiteren Lernprozess dar.
Die Natur bietet die besten Voraussetzungen, Einfühlungsvermögen und Mitgefühl für andere Menschen, Tiere und die Natur zu entwickeln.

 

Bildungs- und Entwicklungsfeld Sinn und Werte

Die Vermittlung von Werten stellt einen großen Teil unserer täglichen Arbeit dar. Respekt vor der Natur und dem Leben, gesellschaftliche Grundüberzeugungen und Traditionen (z.B. Höflichkeitsformen, Umgangsformen, Mitgefühl, etc.) werden durch unsere Vorbildfunktion vermittelt.
Alltagsregeln werden gemeinsam mit den Kindern besprochen und immer wieder auf deren Sinn hin überprüft.
Um sich positiv entwickeln zu können, benötigen Kinder eine sichere und  lebensbejahende Basis. Diese wird von uns geschaffen, in dem wir verlässliche Bezugspersonen für die Kinder darstellen.

 

Das Vorschulalter und seine Besonderheiten…

In allen Entwicklungsfeldern werden aktiv die Vorläuferfähigkeiten trainiert:

  • “Phonologische Bewusstheit“(Vorläuferfähigkeit Lesen und Schreiben)
  • Kinder auf die Struktur der Sprache aufmerksam machen (Alltagsintegriert: Sprachspiele, Silben- und Anlautspiele, Reime, Auszählverse, Gedichte)
  • Die Vorläuferfähigkeit zum Rechnen bezieht sich auf Mengen und zahlen bezogenes Wissen. Kinder üben spielerisch die Zahlen bis mindesten 10, messen, vergleichen…

Als Vorschüler nehmen die Kinder eine besondere Stellung in der Gruppe ein (mehr Verantwortung, Vorbild sein, anspruchsvolle Anweisungen übernehmen können). Dies begünstigt die Entwicklung altersentsprechender Selbstständigkeit, das Training der Ausdauer, der Konzentration und des Arbeitsverhaltens sowie der sozialen Interaktion mit anderen Kindern in der Großgruppe.
Um den Anspruch an die Vorschulkinder zu erhöhen finden unsere Angebote im Alltag in Teilgruppen statt, sodass differenzierte Aktivitäten für jüngere und ältere Kinder stattfinden.